1. Bevölkerungswachstum. Eine Reihe von Sekundärmärkten erleben einen Bevölkerungssprung, da die Menschen den Jobs folgen. Dies trifft besonders auf Texas zu, mit schnellem Wachstum in Houston, Austin und Dallas-Ft. Worth, angeheizt durch den Technologie- und Energiesektor. Die zunehmende Entwicklung und die Verbesserung der Infrastruktur bieten Möglichkeiten für Investitionen.

 

2. Starke Wirtschaft. Die US-Wirtschaft ist die stabilste und offenste der Welt und zieht Käufer aus Ländern an, in denen die Situation viel volatiler ist. Ausländische Investoren können in den USA mit relativer Freiheit agieren.

 

3. Die Immobilienpreise sind in anderen Ländern in die Höhe geschossen. Mit den explodierenden Immobilienpreisen in Orten wie München und Frankfurt führen wir unsere Liste im Jahr 2020 an. Das Risiko ist auch in Toronto, Hongkong, Paris und Amsterdam erhöht. Zürich ist ein Neuzugang in der Blasen-Risiko-Zone. Nutze den interaktiven UBS Global Real Estate Bubble Index, um das Risiko von Blasen in 25 Städten weltweit über die letzten drei Jahre zu verfolgen und zu vergleichen: https://www.ubs.com/global/en/wealth-management/chief-investment-office/life-goals/real-estate/2020/global-real-estate-bubble-index.html

 

4. A Buyer's Market. Die Preise für Gewerbeimmobilien in den USA sind derzeit sehr niedrig. Sie sind insgesamt um 30% von ihrem Höchststand gesunken, und das macht US-Gewerbeimmobilien zur besten Wette für internationale Investoren sowie zu einer attraktiven Option für einheimische Käufer. Es gibt keinen Zweifel daran, dass es eine gute Zeit ist, um in Gewerbeimmobilien in den USA zu investieren. Die langfristige Stabilität und der attraktive Bestand halten die USA an der Spitze der internationalen Investitionen und bieten weiterhin Gelegenheiten, die zu gut scheinen, um sie zu verpassen. Wenn die Prognosen stimmen, wird die Bevölkerung des Texas Triangle innerhalb von 15 Jahren um mehr als 19 Prozent wachsen - von 18,14 Millionen im Jahr 2015 auf 21,65 Millionen im Jahr 2030. Zum Vergleich: Der Großraum New York City hat etwa 20,18 Millionen Einwohner. Mit anderen Worten: Wenn man das texanische Dreieck als eine einzige riesige Metropole betrachtet, anstatt als vier separate, durch Autobahnen und Fluglinien verbundene Ballungsräume, ist es auf dem besten Weg, die Größe des Big Apple in den Schatten zu stellen. Nichtsdestotrotz bezeichnet ein Bericht von Stadtplanungsprofessoren und Studenten der Texas A&M aus dem Jahr 2008 das Dreieck als "eine der dynamischsten urbanen Regionen der Nation", die mit New York und L.A. rivalisiert.

 

5. Mieten ist der neue amerikanische Traum

Ein eigenes Haus zu haben, galt lange Zeit als Inbegriff des amerikanischen Traums. Doch das hat sich geändert: Immer mehr Amerikaner entscheiden sich aus freien Stücken für ein Leben in einer Mietwohnung. Für Investoren ist das eine vielversprechende Perspektive.  "Eine wachsende Zahl von Bewohnern betrachtet das Wohnen zur Miete nicht mehr als eine kurzfristige Phase, sondern wählt die Wohnung ganz
bewusst, weil diese Wohnform einen flexibleren Lebensstil ermöglicht als Wohneigentum", erläutert der Geschäftsführer der National Apartment Association (NAA) die Interessen der Eigentümer von Mietwohnungen. Laut der offiziellen Statistikbehörde, dem United States Census Bureau, ist die Wohneigentumsquote von 69,1 auf 64,2 Prozent (Q1 2018) gesunken. Die Tatsache, dass mittlerweile mehr als jeder dritte Amerikaner in einer Mietwohnung lebt, hängt mit der Subprime-Krise zusammen. Die großzügige Kreditvergabe, auch an Haushalte, die eigentlich kein Eigenheim besitzen, ist ein wesentlicher Faktor der Krise.
2007/08 führte zu schwerwiegenden Verwerfungen auf dem US-Immobilienmarkt und letztlich zu einer auf der globalen Finanzmarktkrise. Die Kreditgeber reagierten auf diese Situation, indem sie die Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer erhöhten. "Höhere Kreditstandards setzen den Kauf von selbstgenutzten
Wohnimmobilien einschränken", halten die Experten des Immobilienberatungsunternehmens CBRE in einer aktuellen Veröffentlichung ("U.S. Multifamily Housing: A Primer for Offshore Investors") fest. 

Besonders groß ist nach ihren Worten die Herausforderung für die sogenannten Millennials, also die nach 1980 Geborenen, die durch die Rückzahlung der in den USA üblichen hohen Studentenkredite finanziell stark belastet sind. Doch der Trend zur Miete ist keineswegs nur auf fehlendes Eigenkapital zurückzuführen. Vielmehr entscheiden sich immer mehr US-Bürger bewusst für eine Mietwohnung, obwohl sie sich problemlos auch ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung (in den USA Condominium genannt) leisten könnten. "Im Vergleich zu früheren Generationen genießt das Wohnen zur Miete heute eine viel höhere
soziale Akzeptanz", stellen die CBRE-Experten in ihrer Studie fest. Viele Menschen hätten erkannt, dass sie als Bewohner einer Mietwohnung viel flexibler sind, wenn sie
umziehen müssten, zum Beispiel wegen eines Arbeitsplatzwechsels. Hinzu kommt, dass die USA zu den Großstädten gehören. Denn dort gibt es relativ wenige Eigentumswohnungen,
gewinnen Mietwohnungen immer mehr an Bedeutung. Die Treiber: Millennials und Babyboomer
Zwei große Bevölkerungsgruppen treiben die Nachfrage nach Mietwohnungen an: die Millennials und die Babyboomer. Für die im späten 20. Jahrhundert Geborenen sind es nicht nur die hohen Kosten für die Miete
des Studiums, sondern auch die veränderte Lebensplanung. "Die Millennials verlagern die
zentralen Lebensentscheidungen, wie zum Beispiel den Hauskauf, und sie sind wesentlich
mobiler als ihre Eltern es waren", so der US-Amerikaner Heute sind Männer bei ihrer ersten Heirat im Schnitt 29,5 Jahre alt, Frauen 27,4 Jahre; damit ist das Durchschnittsalter im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren um zwei Jahre gestiegen. Die Nachfrage nach Mietwohnungen kommt aber auch von den Babyboomern, also den zwischen 1945 und 1965 Geborenen, die bereits im Ruhestand sind oder sich langsam dem Rentenalter nähern. Viele von ihnen wollen sich nicht mehr mit der aufwendigen Pflege von Haus und Garten beschäftigen. Stattdessen zieht es sie in urbane, gut erschlossene Wohngebiete, von wo aus sie Restaurants, Theater und medizinische Einrichtungen erreichen können. Diese älteren Bewohner schätzen auch den Komfort, der mit einer Mietwohnung verbunden ist, wie Robert Pinnegar von der National Apartment Association anmerkt. Im Falle eines Schadens an der Wohnung müssen sie sich nicht um die Reparatur kümmern, sondern können einfach die Hausverwaltung damit beauftragen. Dieser Prozess des Umdenkens führt laut CBRE dazu, dass insbesondere die Nachfrage nach höherwertigen Mietwohnungen steigt.  Mietwohnungen mit guter Verkehrsanbindung. "Wir kennen den lokalen Markt seit Jahrzehnten und haben bereits viele Projekte erfolgreich realisiert", Die Tatsache, dass sich immer mehr Amerikaner vorstellen können, in Mietwohnungen zu leben, eröffnet Investoren erhebliche Chancen. 

Chancen - zumal auch die immobilienwirtschaftlichen Zahlen zeigen, dass der Mietwohnungsmarkt alles andere als ein Schattendasein führt. "Es ist ein sehr liquider Sektor mit einem jährlichen
Transaktionsvolumen von über 150 Milliarden US-Dollar", sagt Jay Martha von TH Real Estate. 

Allein im ersten Quartal 2018 wechselten laut CBRE Wohnanlagen in den USA für 35 Milliarden US-Dollar den Besitzer. Das Beratungsunternehmen schätzt den Gesamtmarkt in den 62 größten Ballungsräumen des Landes auf 14,5 Millionen Wohneinheiten. Der National Multifamily Housing Council (NMHC) schätzt den Gesamtwert der US-Mietwohnungen auf 3,3 Billionen US-Dollar. 

Ausländische Investoren haben das damit verbundene Potenzial jedoch erst ansatzweise erkannt. Im Jahr 2017 wurden nur etwa vier Prozent des US-Mehrfamilienwohnungsbestands in ausländischem Besitz gebaut. Das bedeutet, dass internationalen Investoren attraktive Renditechancen entgehen. Laut einer Analyse von CBRE erreichte der Mietwohnungsmarkt langfristig (1992 bis 2017) ein sehr hohes Niveau, nämlich eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite von 9,75 Prozent, was bedeutet, dass die Rendite höher ist als bei anderen Anlageklassen wie Hotels (9,61 Prozent), Einzelhandelsimmobilien (9,44 Prozent) und Büroimmobilien (8,38 Prozent).

 

6. Frei von staatlichen Eingriffen

Hinzu kommt, dass der US-Wohnungsmarkt weitgehend frei von staatlichen Eingriffen ist. Während in Deutschland die öffentliche Hand mit der Mietpreisbremse und anderen Instrumenten den Wohnungsmarkt reguliert, finden sich vergleichbare Regelungen in den USA nur in einigen Städten und auch dort nur in bestimmten Fällen. In der Regel ist der Eigentümer daher frei, eine marktgerechte Miete zu verlangen. Die Mietverträge laufen in der Regel ein Jahr; nach zwölf Monaten kann der Mieter
Monaten kann der Vermieter also eine neue Miete festsetzen, was in Aufschwungphasen ein erhebliches
Mieterhöhungspotenzial bedeutet. Sicherlich werden viele Amerikaner auch in Zukunft in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Aber alles deutet darauf hin, dass der Mietwohnungsmarkt auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Die Nachfrage nach Mietwohnungen wird für einen längeren Zeitraum hoch bleiben, sagt jedenfalls Fondsmanager Jay Martha von TH Real Estate. Investitionen in vermietete Wohngebäude sind daher eine sichere Anlage mit geringer Volatilität. Denn auch die Experten von CBRE sind überzeugt: "Es ist nicht zu erwarten, dass die Wohneigentumsquote in naher Zukunft wieder ihren früheren Höchststand von 69 Prozent erreichen wird".